Sonnenschutz in Südostasien: So machst du es richtig

Vanessa Mosch, Reisebloggerin, Fotografin und Reiseführer-Autorin von AlexAsia.de
zuletzt aktualisiert

Vanessa Mosch ist Reisebloggerin, Fotografin und Reiseführer-Autorin im Reise Know-How Verlag. 2020 gründete sie gemeinsam mit Nils Alexander Kemna das Reiseportal AlexAsia.de, auf dem sie über Reisen durch Thailand, Kambodscha und ganz Südostasien schreibt.

Sonnenschutz in Südostasien ist Pflicht, kein Bonus. Die Sonne in Thailand, Kambodscha, Indonesien, Vietnam, Myanmar und Laos steht steiler am Himmel und brennt intensiver als in Deutschland. Ohne Sonnencreme, passende Kleidung und eine Sonnenbrille holst du dir innerhalb weniger Stunden einen Sonnenbrand. Langfristig steigt damit auch das Risiko für Hautkrebs, vorzeitige Hautalterung und Augenerkrankungen.

Wir bereisen Südostasien seit 2011 intensiv. Als Autoren der Reise Know-How Reiseführer für Thailand und Kambodscha wissen wir, was beim Sonnenschutz funktioniert und was nicht. Trotz Recherchetagen von morgens bis abends in praller Sonne und seltenem Nachcremen haben wir uns auf unseren Buchrecherchen nur sehr wenige Male einen Sonnenbrand geholt. Die Produkte, die wir dir hier vorstellen, sind seit Jahren bei uns auf jeder Reise dabei.

Wir zeigen dir die konkreten Sonnencremes, Hüte und UV-Schutz-Kleidung, die wir nutzen. Bei der Sonnenbrille sagen wir dir, worauf es ankommt. Du erfährst, wie viel Sonnencreme du brauchst und ob du sie zu Hause kaufen oder vor Ort besorgen solltest. Außerdem erklären wir, warum Kokosöl als „natürlicher“ Sonnenschutz nicht ausreicht und wie du dich richtig verhältst, damit Sonnenbrand und Sonnenstich gar nicht erst entstehen.

Unsere Tipps beruhen auf unseren eigenen Erfahrungen und unserem Hauttyp. Bei besonderen Anforderungen oder Vorerkrankungen kann eine Beratung beim Dermatologen sinnvoll sein.

👋 Transparenz & Support

Unsere Tipps sind für dich kostenlos, vor Ort erlebt und ehrlich. Mit * gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du hierüber einen Einkauf tätigst, erhalten wir kleine Provisionen. Der Preis für dich bleibt gleich. So hilfst du uns dabei, aktuellen und unabhängigen Mehrwert für deine Reisen zu bieten.

🤩 Kurz & knapp: Sonnenschutz in Südostasien auf einen Blick

Zum Sonnenschutz in Südostasien gehören vier Komponenten: Sonnencreme mit LSF 50 für Körper, Gesicht und Lippen, lange luftige Kleidung mit Hut, Sonnenbrille mit UV-Schutz und möglichst wenig Mittagssonne.

  • ⚠️ Kokosöl, Olivenöl und „natürlicher“ Sonnenschutz sind in Südostasien keine ausreichende Alternative zu Sonnencreme
  • 🧴 LSF 50 als unsere klare Empfehlung für Körper, Gesicht und Lippen (LSF 30 ist das absolute Minimum)
  • 💡 Etwa eine Tube Körper-Sonnencreme pro Person und Woche als Faustregel, Gesichts-Sonnencreme reicht ungefähr drei Wochen
  • 🧢 Hut, lange luftige Kleidung und Sonnenbrille mit zertifiziertem UV-Schutz reduzieren deinen Sonnencreme-Bedarf und das Sonnenbrand-Risiko spürbar
  • ☀️ Mittagssonne zwischen 11 und 14 Uhr meiden und 2 bis 3 Liter Wasser pro Tag trinken, das schützt zusätzlich vor Sonnenstich
  • 🛒 Sonnencreme besser zu Hause kaufen: vor Ort kostet sie das Drei- bis Vierfache und enthält oft Bleichmittel
Sonnencremes Sonnenbrille und Hut zum Sonnenschutz in Südostasien
Sonnencreme, Sonnenbrille und Hut sind unsere täglichen Begleiter in Südostasien.

☀️ Wie schützt du dich richtig vor der Sonne in Südostasien?

Du schützt dich richtig vor der Sonne in Südostasien nur, wenn du Sonnencreme, schützende Kleidung mit Hut, Sonnenbrille und kluges Verhalten konsequent kombinierst. Einzeln reicht keine dieser Komponenten aus.

Diese Lektion haben wir auf Koh Rong in Kambodscha mitgenommen. Alex hatte nach wenigen Tagen eine extrem intensive T-Shirt-Bräune, die Grenze am Oberarm war messerscharf. Trotzdem holte er sich nach einem langen Rollertag im T-Shirt einen ordentlichen Sonnenbrand an den Armen. Wir sind immer wieder erstaunt, wie schnell man in Südostasien wie viel UV-Strahlung abbekommt.

Vanessa hat auf einer Recherchereise einmal ihre Knöchel nicht eingecremt, weil sie fast immer lange Hosen trägt. Selbst diese schmalen, freiliegenden Streifen waren danach extrem intensiv gebräunt. Du musst also wirklich jeden Zentimeter unbedeckter Haut eincremen.

Die Lehre aus beiden Geschichten: Sonnencreme allein reicht nicht. Sie wirkt zudem nur dort, wo du sie konsequent aufträgst. Wer auf dem Roller fährt, am Strand sitzt oder Tempel besichtigt, schützt sich erst mit der Kombination aus Creme, Kleidung, Schatten und Sonnenbrille zuverlässig.

Die vier Komponenten sind:

  • 🧴 Sonnencreme mit LSF 50 für Körper, Gesicht und Lippen
  • 🧢 Schützende Kleidung mit Hut und langärmligen UV-Shirts
  • 🕶️ Sonnenbrille mit zertifiziertem UV-Schutz
  • 💧 Verhalten: Mittagssonne meiden, viel trinken, Schatten nutzen

Welche Sonnencreme, welche Kleidung und welches Verhalten wir konkret empfehlen, gehen wir jetzt Punkt für Punkt durch.

Nils Alexander Kemna trägt am Long Set Beach auf Koh Rong Sonnencreme auf
Wichtig: Sonnencreme muss flächendeckend verteilt werden. Nachcremen ist sinnvoll (vor allem nach starkem Schwitzen und nach dem Baden).

🧴 Sonnencreme für Südostasien: unsere Empfehlungen

Wir nutzen seit Jahren drei Sonnencremes für Südostasien: Ladival LSF 50 für den Körper, ISDIN Fusion Water LSF 50 für das Gesicht und einen UV-Lippenbalsam für die Lippen. Alle drei haben wir nach mehreren Versuchen und Vergleichen für uns als beste Lösung etabliert.

Sonnencreme für den Körper

Für den Körper nutzen wir seit Jahren Ladival Allergische Haut LSF 50. Die Creme zieht zügig ein, ist parfümfrei und auch für sensible Haut geeignet. Eine 200-ml-Tube reicht uns gut für eine Reisewoche zu zweit. Für reine Badeurlaube planst du besser eine Tube pro Person und Woche ein. Wer sehr viel in der Sonne ist, braucht sogar 1,5 bis 2 Tuben pro Person und Woche.

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Sonnencreme fürs Gesicht

Fürs Gesicht nutzen wir ISDIN Fusion Water LSF 50. Die Textur ist deutlich leichter als bei klassischen Sonnencremes, sie zieht in Sekunden ein und hinterlässt keinen Glanz. Gerade bei Hitze bekommen wir damit keine Pickel oder verstopften Poren. Selbst bei viel Schweiß oder einem ganzen Wandertag in praller Sonne bleibt der Schutz für uns erstaunlich stabil. Die Tube ist so klein, dass sie im Handgepäck keinen relevanten Platz beansprucht. Eine Tube hält bei uns zu zweit etwa drei Wochen.

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Lippenbalsam mit UV-Schutz

Für die Lippen nutzen wir einen Lippenbalsam mit UV-Schutz. Lippen werden oft komplett vergessen, sind aber besonders empfindlich gegen UV-Strahlung und können bei dauerhaftem Schaden sogar Hautkrebs entwickeln. Der Stick ist klein, geht in jede Tasche und passt in Hand-, Tagesgepäck oder Hosentasche. Wir cremen die Lippen morgens und unterwegs immer wieder nach.

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verschiedene Sonnencremes für den Körper mit LSF 50
Sonnencreme schützt dich vor gefährlicher UV-Strahlung.
Sonnencreme für das Gesicht mit Lichtschutzfaktor 50 am Strand in Südostasien
Sonnencremes für den Körper und für das Gesicht unterscheiden sich teilweise stark.

✅ Worauf wir bei Sonnencreme achten

Wir verzichten auf Sonnencremes mit Octocrylene. Es gibt Hinweise, dass der chemische UV-Filter sich mit der Zeit zu Benzophenon umwandeln kann, einem Stoff, der als bedenklich diskutiert wird. Wir wählen daher Produkte ohne Octocrylene, auch wenn die Forschungslage nicht abschließend geklärt ist.

Auch der Korallen-Schutz ist beim Sonnencreme-Kauf wichtig. Thailand hat seit 2021 in seinen Marine-Nationalparks, zum Beispiel auf den Similan-Inseln und Koh Lipe, die Verwendung von Sonnencremes mit Oxybenzon, Octinoxat, 4-Methylbenzyliden-Camphor und Butylparaben verboten. Diese Stoffe schaden Korallenriffen, und in den Nationalparks gibt es auch Kontrollen. Wer dort schnorchelt oder taucht, sollte auf reef-safe gekennzeichnete Sonnencremes, mineralische Filter oder UV-Schutz-Kleidung zurückgreifen.

So nutzen wir Sonnencreme in der Praxis

Faustregel: Etwa eine 200-ml-Körper-Tube pro Person und Woche, eine Gesichtssonnencreme pro Person und drei Wochen. Bei reinem Badeurlaub oder besonders viel Sonnen-Aktivität entsprechend mehr.

Drei Punkte aus unserer Reisepraxis:

  • Sprays nutzen wir nicht. Sie machen in Innenräumen alles schmierig, und man übersieht zu schnell ganze Hautstellen, weil das visuelle Feedback fehlt. Eine Creme musst du ohnehin verreiben, dann lieber gleich die Creme nehmen.
  • Reihenfolge: Erst Sonnencreme auftragen, kurz einziehen lassen, dann Mückenschutz für Thailand darüber. So bleiben beide wirksam.
  • Hitze beachten: Sonnencreme nicht in der prallen Sonne liegen lassen. Im Rucksack wird die Tube auf Roller-Touren schnell heiß, im Schatten oder unter Kleidung hält sie besser.

🎒 Immer perfekt ausgestattet reisen: Dieselben Produkte findest du übrigens auch in unserer Packliste für Thailand und unserer Packliste fürs Backpacking in Asien. Sie sind Teil unserer Standard-Ausrüstung für jede Reise.

🧢 Kleidung, Hut und Sonnenbrille als UV-Schutz

Für den UV-Schutz in Südostasien tragen wir einen Sonnenhut mit breiter Krempe und eine Sonnenbrille mit zertifiziertem UV-Schutz. UV-Schutz-Kleidung nutzen wir bedarfsabhängig: beim Schnorcheln ein UV-Shirt für den Rücken, auf langen Roller-Touren UV-Ärmlinge und leichte Handschuhe.

Sonnenhut

Beim Hut gibt es zwei sinnvolle Varianten: Rundhut mit Krempe oder klassisches Cappy. Der Rundhut schützt deinen Nacken automatisch mit ab und ist grundsätzlich die bessere UV-Wahl. Vanessa hat sich trotzdem für ein Cappy entschieden, weil es zum Fotografieren weniger im Weg ist als ein Hut mit breiter Krempe.

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Wenn du etwas mehr investieren möchtest, sind Tilley-Hüte eine sehr gute Premium-Variante. Sie sind teuer, aber hervorragend verarbeitet und langlebig. Alex trägt seinen Tilley-Rundhut seit Jahren auf jeder Reise.

Sonnenbrille mit UV-Schutz

Eine gute Sonnenbrille für Südostasien hat zertifizierten UV-Schutz (UV400) und ein stabiles Metallgestell. Drei Hinweise im Detail:

  • UV400 oder CE-Kennzeichnung: Achte auf den zertifizierten UV-Schutz am Bügel oder in der Produktbeschreibung. Ohne Kennzeichnung kein verlässlicher Schutz.
  • Stabiles Metallgestell: Plastikgestelle verbiegen in der Hitze relativ schnell, Metallgestelle bleiben formstabil.
  • ⚠️ Vor Ort kein verlässlicher UV-Schutz: Vor Ort gekaufte Sonnenbrillen haben oft keinen geprüften UV-Schutz, auch wenn ein UV-Hinweis aufgedruckt ist. Bring deine Brille besser von zu Hause mit.

Ein festes Brillenetui schützt die Brille im Rucksack vor Druck und Hitze. Gerade auf Roller-Touren oder bei Strandtagen ist das ein praktisches Plus.

UV-Schutz-Kleidung

Im Alltag brauchst du in Südostasien meist keine spezielle UV-Schutz-Kleidung, sie ist aber bei empfindlicher Haut sinnvoll. Richtig stark wird ihr Nutzen beim Schnorcheln oder an Tagen mit intensiver Sonnenexposition wie Tagestouren, Strandtagen oder Wanderungen. Dort spart sie dir das ständige Nachcremen.

Ein Haken bleibt: Unter UV-Schutz-Longsleeves wird dir bei hoher Luftfeuchtigkeit deutlich schneller heiß als unter dünner T-Shirt-Baumwolle. Wäge ab, was dir wichtiger ist.

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Für Roller-Touren gibt es eine kompaktere und gezielte Alternative, die wir dir gleich zeigen.

🐠 UV-Schutz beim Schnorcheln

Beim Schnorcheln verbrennen Rücken und Schultern am schnellsten, weil die Sonne direkt einstrahlt und Wasser den UV-Effekt zusätzlich verstärkt. Wir tragen deshalb immer ein UV-Schutz-Shirt aus chlorbeständigem Stoff. Es wiegt fast nichts und du sparst dir das Nachcremen am Rücken, was im Wasser sowieso nicht zuverlässig hält. Für maximalen Schutz gibt es zusätzlich lange UV-Schutz-Leggings, die auch Oberschenkel und Knie abdecken.

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🛵 Auf dem Roller: UV-Ärmlinge als beste Lösung

Auf langen Roller-Touren in Südostasien sind UV-Ärmlinge unsere klare Empfehlung, weil die Sonne senkrecht auf die Arme fällt. Das ist genau die Situation, die Alex auf Koh Rong erwischt hat. Ärmlinge sind kompakter und kühler als ein Longsleeve, du ziehst sie in 30 Sekunden an, und sie sparen dir das ständige Nachcremen der Arme. Wir tragen dazu noch leichte Handschuhe, weil auch die Handrücken über Stunden direkt zur Sonne stehen.

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Sonnenhut und Sonnenbrille für Thailand
Sonnenbrillen und Hüte schützen deine Augen vor UV-Strahlung.

💧 Schatten, Mittagssonne und genug Wasser

Die drei wichtigsten Verhaltensregeln gegen Sonnenbrand und Sonnenstich in Südostasien sind: Mittagssonne meiden, Schatten suchen und 2 bis 3 Liter Wasser pro Tag trinken. Konkret heißt das:

  • 🕛 Mittagssonne zwischen 11 und 14 Uhr meiden: In dieser Zeit ist der UV-Index am höchsten. Plane Touren, Sightseeing oder Strand-Sessions besser für den frühen Morgen oder den späten Nachmittag. Mittags sind Cafés, Tempel-Innenräume oder eine ausgiebige Pause im Hotel die bessere Wahl.
  • 🌴 Aktiv Schatten suchen: An Stränden lohnen sich Sonnenschirme oder Schattenplätze unter Bäumen, in Städten halte dich an die schattige Straßenseite. Helle Hauttypen sollten auch im Schatten cremen, weil UV-Strahlung über Sand und helle Flächen reflektiert wird.
  • 💧 2 bis 3 Liter Wasser pro Tag trinken: In Südostasiens Hitze und Luftfeuchtigkeit verlierst du deutlich mehr Flüssigkeit als zu Hause. Bei viel Aktivität, langen Wanderungen oder Roller-Touren rechne mit 4 Liter und mehr.

Sonnenstich erkennen und behandeln

Wir kennen das beide aus eigener Erfahrung. Alex erwischte es beim Paddeln zurück vom Nui Beach auf Koh Phi Phi zum Loh Dalum Beach. Er konnte am Ende kaum noch paddeln, und es ging ihm tagelang schlecht. Vanessa hatte ihren Sonnenstich auf Koh Samui an einem Recherchetag, an dem wir die Insel viermal umrundet haben. Sie brauchte vier Tage, bis sie sich wieder komplett fit fühlte.
Ein Sonnenstich kündigt sich oft nicht sofort an. Typische Anzeichen sind starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Nackenschmerzen und eine heiße, gerötete Haut im Nacken- und Stirnbereich. Manchmal kommt Fieber dazu.
Was du tun solltest:

  • Sofort in den Schatten oder kühlen Raum gehen.
  • Kopf und Nacken kühlen mit feuchten Tüchern.
  • Langsam in kleinen Schlucken trinken, am besten Wasser oder isotonische Getränke.
  • Bei Bewusstseinsstörungen, anhaltendem Erbrechen oder hohem Fieber sofort einen Arzt aufsuchen. Im Zweifel lieber einmal zu viel als zu wenig.

🏥 Risiko für Sonnenstich senken: Sonnenstich tritt vor allem bei Kindern, älteren Menschen und Reisenden auf, die direkt nach der Ankunft sofort viele Stunden in der Sonne verbringen. Plan dir den ersten Tag im Ziel-Land deshalb bewusst entspannt.

🛒 Sonnencreme mitnehmen oder vor Ort kaufen?

Sonnencreme bringst du am besten von zu Hause mit nach Südostasien, weil sie vor Ort drei- bis viermal teurer ist und oft Bleichmittel zur Hautaufhellung enthält. Vier Hauptgründe für die Mitnahme:

  • 💰 Preise vor Ort drei- bis viermal höher: Eine Standard-Sonnencreme, die zu Hause 10 € kostet, schlägt in Thailand mit 30 bis 40 € zu Buche. Bei einer 3-wöchigen Reise zu zweit summiert sich das schnell.
  • 🧪 Lokale Produkte oft mit Bleichmittel: Viele asiatische Sonnencremes enthalten zusätzlich hautaufhellende Wirkstoffe. Wer das vermeiden will, kauft die Sonnencreme besser zu Hause oder achtet auf „non-whitening“-Produkte.
  • 📍 Verfügbarkeit schwankt stark: In Bangkok, Phuket oder Chiang Mai findest du in Drogerien und Apotheken gute Auswahl. Auf abgelegenen Inseln oder in kleinen Dörfern wird das Angebot dünn und die Preise noch höher.
  • 📅 Ablaufdatum prüfen: Sonnencremes in Südostasien stehen oft monatelang in der prallen Sonne und können selbst innerhalb des Haltbarkeitsdatums an Wirkung verlieren. Wirf vor dem Kauf einen Blick auf das aufgedruckte Datum und prüfe die Konsistenz.

Wenn du doch vor Ort kaufst

Für längere Reisen über 4 Wochen, bei verlorenem Gepäck oder einfach für den Nachkauf gibt es Optionen. In Apotheken, größeren Supermärkten und bekannten Minimärkten findest du auch europäische Marken. Achte aber auf die Inhaltsstoff-Liste, manche Asien-Editionen enthalten ebenfalls Bleichmittel.

Günstige Sonnencremes für wenige Euro gibt es ebenfalls. Grundsätzlich gilt aber: in der Heimat bekommst du für dein Geld mehr Qualität und Auswahl. Wer auf bestimmte Inhaltsstoffe achtet oder sensible Haut hat, ist mit der eigenen Apotheke besser bedient.

👜 Wichtig fürs Handgepäck: Wenn du Sonnencreme im Handgepäck mitnimmst, gilt die 100-ml-Regel pro Behälter. Größere Tuben gehören ins aufgegebene Gepäck. Pack sie in einen Plastikbeutel ein, denn Druckunterschiede können die Tube auslaufen lassen.

Sonnenschutz für Südostasien am Strand von Canggu auf Bali: Ladival Sonnenschutz-Gel LSF 50 für Körper und Gesicht plus UV-Lippenpflegestift
Das Preis-Leistungs-Verhältnis für Sonnencreme aus Europa ist deutlich besser als beim Kauf in Südostasien! Viele europäische Marken sind zudem nicht verfügbar.

🥥 Kokosöl als Sonnenschutz: funktioniert das?

Kokosöl funktioniert nicht als ausreichender Sonnenschutz für Südostasien. Der natürliche Lichtschutzfaktor von Kokosöl liegt nur zwischen 1 und 8.

Für die intensive Sonne in Südostasien empfehlen Dermatologen mindestens LSF 30 für hellere Hauttypen. Kokosöl liegt deutlich unter dieser Schwelle und kann einen Sonnenbrand nicht zuverlässig verhindern.

Andere oft empfohlene „natürliche“ Öle haben ähnlich niedrige Schutzwerte:

  • Olivenöl: etwa LSF 2 bis 8
  • Sheabutter: etwa LSF 3 bis 5
  • Sesamöl: etwa LSF 2 bis 4

Diese Öle sind hervorragend als Pflege nach der Sonne. Sie spenden Feuchtigkeit, beruhigen die Haut und können bei leichten Sonnenbränden lindern. Als primärer Schutz vor der Sonne taugen sie aber nicht.

🥈 Mineralische Sonnencreme als natürliche Alternative

Wenn du eine „natürliche“ Alternative zu chemischen UV-Filtern suchst, sind mineralische Sonnencremes mit Zinkoxid oder Titandioxid eine Option. Sie bieten echten UV-Schutz und sind in der Regel korallenfreundlicher als chemische Filter.

Aus unserer Erfahrung gibt es aber zwei Haken:

  • ⏱️ Halten beim Schwitzen kürzer: Wir haben das Gefühl, dass man bei Schweiß und Aktivität deutlich öfter nachcremen muss als bei klassischen Sonnencremes.
  • Weißeln auf der Haut: Viele mineralische Filter hinterlassen einen weißlichen Film, der gerade auf dunklerer Haut sichtbar bleibt. Das stört manche Reisende.

🤨 Zudem gilt auch hier: Schau immer auf die Inhaltsstoff-Liste. „Natürlich“ gelabelte Produkte können trotzdem chemische Filter, Konservierungsstoffe oder Mineralöle enthalten.

🚨 Wieso ist Sonnenschutz in Südostasien so wichtig?

Sonnenschutz ist in Südostasien besonders wichtig, weil die Sonne durch die Nähe zum Äquator deutlich intensiver einstrahlt als in Mitteleuropa. Der UV-Index erreicht ganzjährig Werte von 10 bis 12, der höchsten Stufe.

Drei Hauptgründe, warum konsequenter Sonnenschutz hier wichtiger ist als zu Hause:

  • ☀️ Höherer UV-Index ganzjährig: In Deutschland liegt der UV-Index selbst im Hochsommer bei maximal 8 bis 9. In Südostasien sind 10 bis 12 normal, auch in der Regenzeit. Du holst dir bei gleicher Aktivität deutlich mehr UV-Belastung als zu Hause.
  • 🧬 Erhöhtes Hautkrebs-Risiko: Jeder Sonnenbrand erhöht das langfristige Risiko für Melanome und weißen Hautkrebs. Wer mehrere Wochen am Stück in der intensiven Sonne unterwegs ist, sammelt deutlich mehr UV-Belastung als bei einem Sommerurlaub in Europa.
  • 👁️ Augenschäden durch UV: Ohne Sonnenbrille riskierst du Bindehautentzündungen, langfristig auch grauen Star und Schädigungen der Netzhaut.

Vorzeitige Hautalterung kommt als sichtbare Folge dazu. Falten, Pigmentflecken und Elastizitätsverlust treten bei Menschen, die viel ungeschützt in der Sonne sind, deutlich früher auf.

👋 Unsere Meinung: Das soll keinen Reise-Spaß verderben. Es ist aber der Grund, warum wir den vergleichsweise kleinen Aufwand für Sonnencreme, Hut und Sonnenbrille konsequent betreiben. Hautschäden bleiben oft jahrzehntelang sichtbar, die zwei Minuten Eincremen am Morgen sind ein guter Tausch.

🤨 Fazit: So machst du Sonnenschutz in Südostasien richtig

Wer in Südostasien viel draußen ist, kommt um konsequenten Sonnenschutz nicht herum. Aus unseren über zehn Jahren Reisen durch die Region haben sich drei Grundsätze herauskristallisiert, die uns zuverlässig vor Sonnenbrand und Sonnenstich schützen:

  1. Hochwertige Sonnencreme mit LSF 50 nutzen. Wir tragen Ladival für den Körper und ISDIN Fusion Water fürs Gesicht morgens auf und cremen nach Schwimmen, Schwitzen oder Strandtagen nach.
  2. Hut und Sonnenbrille konsequent dabei haben. Das gilt auch für den Tempel-Spaziergang in der Stadt oder das Mittagessen draußen. Der UV-Index in Südostasien lässt selten nach.
  3. Mittagssonne zwischen 11 und 14 Uhr meiden. Trink viel Wasser, und auf Roller-Touren oder beim Schnorcheln nutze zusätzlich UV-Schutz-Kleidung.

Klingt nach viel? Ist es nicht. Für uns ist es im Reisealltag ganz einfach geworden: morgens eincremen, Hut auf, los. Mit den oben empfohlenen Produkten dauert das keine fünf Minuten. Welche Produkte konkret in unsere Koffer wandern, findest du in unserer Packliste für Thailand.

Hast du noch Fragen oder eigene Erfahrungen zum Sonnenschutz? Schreib uns gern in den Kommentaren. 👇

❓ Häufig gestellte Fragen zum Sonnenschutz in Südostasien

Welche Sonnencreme ist die beste für Thailand?

Die beste Sonnencreme für Thailand hat LSF 50, ist parfümfrei und enthält weder Octocrylene noch Oxybenzon. Wir nutzen seit Jahren Ladival Allergische Haut LSF 50 für den Körper und ISDIN Fusion Water LSF 50 fürs Gesicht. Beide schützen zuverlässig und sind auch für sensible Haut geeignet.

Welche Sonnencreme eignet sich am besten für eine Reise nach Thailand?

Für eine Reise nach Thailand eignet sich am besten eine Sonnencreme mit LSF 50, die in 200-ml-Tuben gut transportierbar und für tropisches Klima geeignet ist. Plane ungefähr eine 200-ml-Tube Körper-Sonnencreme pro Person und Reisewoche ein. Die Gesichtssonnencreme reicht in einer kleinen 50-ml-Tube etwa drei Wochen.

Welche Sonnencreme darf man in Thailand benutzen?

In Thailand sind Sonnencremes mit Oxybenzon, Octinoxat, 4-Methylbenzyliden-Camphor und Butylparaben in Marine-Nationalparks seit 2021 verboten. Außerhalb dieser Schutzgebiete gibt es keine gesetzlichen Verbote. Wer in Nationalparks wie den Similan-Inseln oder Koh Lipe schnorchelt, sollte auf reef-safe gekennzeichnete Cremes oder mineralische Filter zurückgreifen.

Welche Sonnencreme ist korallenfreundlich?

Korallenfreundlich sind Sonnencremes ohne Oxybenzon, Octinoxat, 4-Methylbenzyliden-Camphor und Butylparaben. Mineralische Filter wie Zinkoxid und Titandioxid gelten generell als unbedenklich für Korallen. Es gibt aber auch chemische Filter wie Bemotrizinol oder Ethylhexyl Triazone, die als korallenverträglich eingestuft werden. Achte beim Kauf auf die Inhaltsstoff-Liste und nicht nur auf Werbung wie „reef-safe“, das ist kein geschützter Begriff.

Reicht LSF 30 für Thailand?

LSF 30 ist das absolute Minimum für Thailand. Wir empfehlen LSF 50, weil die Sonne in Thailand intensiver einstrahlt als in Mitteleuropa. Bei hellen Hauttypen, Kindern oder ausgedehnten Aktivitäten in der Sonne ist LSF 50 die deutlich sicherere Wahl.

Welche Sonnenschutzmittel gehören in den Koffer?

In den Koffer für Thailand gehören Sonnencreme LSF 50 für Körper und Gesicht, UV-Lippenbalsam, ein Sonnenhut mit Krempe und eine Sonnenbrille mit UV400. Bei Roller-Touren ergänzen UV-Schutz-Ärmlinge und leichte Handschuhe das Set, beim Schnorcheln ein UV-Schutz-Shirt.

Sonnencreme zu Hause oder in Thailand kaufen?

Sonnencreme bringst du am besten von zu Hause mit, weil sie in Thailand drei- bis viermal teurer ist und oft Bleichmittel zur Hautaufhellung enthält. Bei längeren Reisen über vier Wochen lohnt sich der Mittelweg: erste Vorräte mitnehmen, Nachschub vor Ort in Apotheken, größeren Supermärkten und bekannten Minimärkten kaufen.

Wie viel Sonnencreme für 3 Wochen Thailand?

Für 3 Wochen Thailand brauchst du etwa drei 200-ml-Tuben Körper-Sonnencreme pro Person und eine 50-ml-Tube Gesichtssonnencreme. Rechne lieber etwas großzügiger, eine Tube zu viel ist besser als eine zu wenig vor Ort. Bei reinem Badeurlaub oder sehr viel Sonnen-Aktivität (Strand, Schnorcheln, Wassersport) kommst du pro Person auf 4 bis 6 Tuben Körper-Sonnencreme.

Wird man in Thailand auch im Schatten braun?

Ja, auch im Schatten wird man in Thailand braun, weil UV-Strahlung über Sand, Wasser und helle Flächen reflektiert wird. Helle Hauttypen sollten daher auch im Schatten Sonnencreme nutzen, vor allem in Strandnähe oder auf Wasser-Touren.

Was hilft gegen Sonnenbrand in Thailand?

Gegen Sonnenbrand in Thailand helfen Kühlung mit lauwarmem Wasser, feuchtigkeitsspendende After-Sun-Lotion mit Aloe Vera, viel Trinken und konsequenter Schatten. Verzichte für ein, zwei Tage auf direkte Sonne und gönn deiner Haut Pause. Bei starken Sonnenbränden mit Bläschen, Fieber oder großflächigen Verbrennungen suche einen Arzt auf.

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Danke und gute Reise!
Vanessa & Alex 💗

2 Kommentare zu „Sonnenschutz in Südostasien: So machst du es richtig“

  1. Danke für eure detaillierten Informationen,hilft mir sehr da ich mich ja ab Dezember für 3 Monate in Laos,Vietnam und Thailand aufhalte. Vielleicht kommt noch Kambodscha dazu. Bin gespannt was mich als allein Reisender erwartet
    LG.Ewald

    Antworten

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